Ehud Barak zu Iran: Israel will keinen Krieg

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak hat am Dienstag Spekulationen zurückgewiesen, Israel plane einen Angriff auf die iranischen Atomanlagen. Man habe sich noch lange nicht für irgendeine militärische Operation entschieden.

Israels Verteidigunsminister Ehud Barack: "Krieg ist kein Picknick" (Foto: Zaman)

Israels Verteidigunsminister Ehud Barack: "Krieg ist kein Picknick" (Foto: Zaman)

„Krieg ist kein Picknick. Wir wollen ein Picknick. Wir wollen keinen Krieg“, sagte Barak dem israelischen Radio, kurz bevor in dieser Woche die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) ihren Bericht über die nukleare Aktivität des Iran veröffentlichen will, berichtet „Zaman“.

Spekulationen der israelischen Medien, er und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hätten sich bereits für eine militärische Vorgehensweise gegen den Iran entschieden, wies er zurück und bezeichnete entsprechende Ideen als „wahnhaft“. Gleichzeitig betonte er, so meldet das Blatt, Israel müsse für „unangenehme Situationen“ gewappnet sein – schließlich sei das Land für die Wahrung seiner eigenen Sicherheit verantwortlich. Man müsse sich alle Optionen offen halten, um Teherans nukleare Ambitionen zu zügeln.

Für den IAEA-Bericht wird allgemein erwartet, dass sich der Verdacht bestätigen wird, dass der Iran versucht, Atomwaffen zu produzieren – trotz eigener Aussagen, das Programm zur Urananreicherung solle nur der Stromerzeugung dienen.

Barak hofft, dass der UN-Sicherheitsrat, sollte dies der Fall sein, neue härtere Sanktionen gegen den Iran beschließen wird: „Es ist wahrscheinlich die letzte Gelegenheit für koordinierte, internationale Sanktionen, um die tödliche Kraft des Iran zu stoppen“, sagte Barak und forderte Schritte, um die Ein-und Ausfuhr von iranischem Öl sowie Mineralölerzeugnissen zu stoppen. Solche Schritte erforderten aber „die Zusammenarbeit der Vereinigten Staaten, Europas, Indiens, Chinas und Russlands“. Er „glaube nicht, dass es möglich sein wird, eine solche Koalition zu bilden“.

Der Gefahr eines möglichen katastrophalen Gegenschlags durch Raketenangriffe von Teheran und seinen palästinensischen Verbündeten Hamas und der libanesischen Hisbollah ist sich Barak bewusst. „Es gibt keine Möglichkeit, Schaden zu verhindern. Es wird nicht angenehm sein“, sagte Barak. „Es gibt kein Szenario für 50.000, 5.000 oder – wenn alle in ihren Häusern bleiben – vielleicht nicht einmal 500 Tote.“

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  1. Welt-Offen sagt:

    Ehud Barak zählt noch zu den Guten in der Israelischen Regierung!

    dasselbe kann man über den Minsiterpräsidenten nicht sagen, über den Aussenminister schon gar nicht!

    Schön das DTN in einem anderen Bericht auch darüber Berichtet wie Obama und Sarkozy über Nethanjahu denken! (an die Redaktion, woher ihr das wohl habt?)

    Die Israelis haben schon genug gelitten, und zeigen sich immer als Opfer……aber die
    Politik der letzten Jahre seitens Israel ist keine “Opferpolitik” sondern “Täterpöitik”!

    Israel muß auf die Palistinänser zugehen, die Bestzten Gebiete Zürückgeben, den Siedlungsbau auf fremden Boden sofort Stoppen und ihre Nachabarn nicht mehr Terrorisieren!

    Gelingt dies Israel haben Hamas und der Iran keine Chance Israel schlecht zu machen, und die Restliche Welt steht von ganzen Herzen zu Ihnen!

    Israel es liegt an euch….

    • Annette sagt:

      Es ist leider bei den Israelis das selbe Übel wie bei ihren Nachbarn. Die fundamentalen Religiösen meinen sie hätten einen Anspruch auf das von Gott ihnen vermachte Land und sind überzeugt, dass er ihnen bei der Verwirklichung von dem Gelobten zur Seite stehen werde. Leider verliert die Aufklärung an Einfluss auf der Welt und der Fanatismus und blinder Glaube bestimmen die Politik. Vernunft und Verstand werden zum Fremdwort.

  2. Kaffka sagt:

    Russland hat den Isrealis gezeigt was sie von den Kriegsgelüsten Isreals hält.

    [...]vielleicht nicht einmal 500 Tote.“

    Davon Träumen die Herren nicht einmal. Wären sie der Meinung die Verluste wären vertretbar hätten sie den Iran schon längst überfallen.

    So pervers es vielleicht klingen mag. Gerade die Atombombe würde Irans Sicherheit garantieren und die Kriegsgelüste Usraels massiv einschränken.

  3. hansweser sagt:

    kaffka kann man nur zustimmen, allerdings hat Barak eigentlich nichts zu melden in der Regierung. netanjahu will den Krieg und fördert weiter den Siedlungsbau. Ganz gut kann man das hier nachlesen…http://rohstoffblogger.blogspot.com (mittlerer Teil). Allerdings könnte die Lage diesmal wirklich eskalieren, weil halt die Arabellion dafür gesorgt, das ziemlich viele israelfreundliche Despoten verschwunden sind. Zum Beispiel Mubarak oder der Tunesier…

  4. Antonius Th. geb, 1941 sagt:

    Zitat von Tel Aviv Boy !!!!
    „Die Zeit für einen Militärschlag war nie günstiger“

    Doch Jesaja sagt:
    Bis die Städte verödet sind und ohne Bewohner, bis die Häuser ohne Menschen sind und der Boden verödet und verwüstet ist, bis der Herr die Menschen weggeführt hat und große Entvölkerung mitten im Lande sein wird. Und bliebe auch der zehnte Teil darin, so wird auch dieser abermals gesichtet werden. ( Soll es so sein? )

    Einst, am Ende der Tage, wird der Berg des Gotteshauses aufgerichtet sein über den Gipfel der Berge und erhaben über die Hügel, und alle Nationen strömen zu ihm. Und viele Völker ziehen hin und sprechen: Kommt, last uns hinaufgehen zum Berge des Herrn, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns seine Wegelehre und wir in seinen Pfaden wandeln; denn von Zion wird die Lehre ausgehen und das Wort des Herrn von Jerusalem. Dann wird er richten zwischen den Nationen und entscheiden vielen Völkern; und sie schmieden ihre Schwerter um zu Pflugscharen und ihre Lanzen zu Rebmessern. Nicht mehr wird Volk gegen Volk das Schwert erheben, und den Krieg wird man fortan nicht mehr erlernen. ( Jesaja 2,2-4 )

  5. Antonius Th. geb, 1941 sagt:

    Einstmals fragte Nebukadnezar, der König von Babylon , den Sohn Sirachs mit Namen Jesus: „Warum frist die Katze nichts so gern wie Mäuse“
    Jesus, der Weise, erzählte die Geschichte:
    Früher waren Katz und Maus gute Freunde. Aber da ging die Maus zu Gott und verleumdete die Katze. Sie sagte: „O Herr der Welt, du willst, dass die Katze und ich zusammenbleiben. Aber was ist, wenn die Nahrung (Öl) nicht ausreicht für uns beide und die Katze mich frisst“
    Der Herr erwiderte: „Du verleumdest deinen Freund, weil du ihn gerne verzehren möchtest. Nun aber wird er dich verzehren, und du wirst ihm als Speise dienen“
    Die Maus zeterte: „Herr der Welt, soll ich mit all meinen Nachkommen von der Welt vertilgt werden“ Der Schöpfer sagte: „Es gibt viel mehr Mäuse als Ratten. Also wird auch von dir etwas zurückbleiben“ (altjüdisch Märchen)

  6. DIE WAHRHEIT sagt:

    Israel will keinen Krieg, sondern einen Weltkrieg.

  7. zion sagt:

    Der Siedlungsbau soll auf jeden Fall weitergeführt werden. Ich bin verdammt stolz auf unsere Regierung. sie forciert weiter den siedlungsbau und keine Macht auf der Welt kann dies verhindern. Während andere Staaten kaputt und Pleite bzw. Europa zig Millionen Musels in den sozialsystemen ausghalten müssen bauen wir weiter einen an unseren Staat.

    • Böser Bube sagt:

      @ zion

      ….keine Macht auf der Welt kann euch verhindern!?

      spätestens wenn Ihr die Welt verlässt….und vor den Toren steht…..
      kann euch eure Mossad auch nicht mehr weiterhelfen…..
      eure Siedlungen könnt ihr auch nicht mitnehmen!

      ….und das ist wiederum sehr schade für euch!

    • Kuertzky sagt:

      Das Gebiet Israel/Palästine ist ein Time-Sharing Modell. Durchschnittlicher bestitz 300 Jahre. Schau in die Geschichte und du wirst eine Ahnung bekommen was ich sage. Jede eurer Anstrengungen wird am ende in Leid und Zerstörung enden. Wer sehen kann sieht heute schon den Zerfall. Isrealis die um Essen betteln, Frauen die in Bussen geschlagen werden etc. etc. Sei stolz solange du kannst.

      • zion sagt:

        Was die Zukunft bringt was keiner. aber ich weiss schon heute , dass Israel immer viel viel fortschritlicher sein wird als die Länder in der Region. Vergiss nicht über welches Volk du redest. Wenn du dir die Geschichte anschaust waren die Länder immer erfolgreich und wohlhabend, wo Juden nicht diskriminiert wurden. Das Israelische Volk ist dsehr fortschritlich un dmit einer ungeheuren Stärke wieder präsent.

  8. Marc sagt:

    Wo aber will die oft beschworene “Völkergemeinschaft” den Iranern die Daumenschrauben anlegen?

    Zur Debatte steht eine Blockade des iranischen Ölexports. Iran hat nach Saudi-Arabien die zweitgrößten Ölreserven der Welt. Bei Gas liegt es hinter Rußland an zweiter Stelle. Beide Energieträger sind für den Iran insofern heikel, weil die Erlöse einen besonders hohen Anteil am Staatseinkommen ausmachen.

    Auch wenn zum Beispiel China als ein wichtiger Akteur auf der Weltbühne seine Abhängigkeit von iranischen Öl um die Hälfte verringert hat, würden bei einem Boykott mitmachen. Rußlands Energieriese Gazprom etwa will mit den Iranern umfängliche Kooperationen eingehen. Daher zeigt sich Rußland unnachgiebig.
    http://bit.ly/vHd2ps

  9. GASTX sagt:

    wie treist ist das denn, wenn die Welt Irans Atomwaffenprogramm stoppen soll, dann auch weg mit israelischen Atomwaffen…..ausgerechnet Israel was nicht öffentlich zugibt, dass und wie viele Atomwaffen es besitzt, sich an keine internationalen Vereinbarungen hält, verlangt so etwas……
    “ALSO, AUCH WEG MIT DEN ISRAELISCHEN ATOMWAFFEN”

  10. GASTX sagt:

    Es stellt sich hier die Frage, von wem geht die reale Gefahr, wer will denn hier wen angreifen?

    hier einige Informationen über illegale israelische Atomwaffenprogramme…..
    http://www.atomwaffena-z.info/atomwaffen-heute/atomwaffenstaaten/israel/index.html