Türkei-Erdbeben: Verzweifelte Suche nach Überlebenden

Nach dem schweren Erdbeben in der Türkei versuchen zahlreiche Rettungsteams, noch Überlebende aus den Trümmern zu bergen. Immer wieder sind die Schreie von Verschütteten zu hören. Die offizielle Zahl der bestätigten Toten beträgt nun 279, es werden hunderte weitere befürchtet.

Die Überlebenschancen der Verschütteten schwindet von Minute zu Minute. (FotoZaman)

Die Überlebenschancen der Verschütteten schwindet von Minute zu Minute. (FotoZaman)

Die Retter versuchen, sich nun vor allem zu den entfernten Dörfern im Hinterland von Van und Erciş vorzuarbeiten. Dort hat das verheerende Erdbeben vor allem alte Häuser aus Lehmziegeln zum Einsturz gebracht. Die Zahl der bestätigten Toten beträgt bereits 279, die der Verletzten 1.300. Dies teilte Minister Bülent Arınç mit.

Es wird von mehreren Stellen berichtet, an denen Verschüttende nach Hilfe rufen. Sie sind unter den Beton- und Stahlmassen begraben. Die Rettungsteams hören die Hilferufe zwar, müssen sich jedoch ihren Weg durch die Trümmer von mehrstöckigen eingestürzten Häusern bahnen. Nach einer neusten Einschätzung sind fast 3.000 Gebäude durch das Erdbeben eingestürzt.

Die Arbeiten gestalten sich als besonders schwierig, weil die Helfer es vermeiden müssen, die Steine zu bewegen, um auf sicherem Weg zu den unter den Trümmern Wartenden zu gelangen.

Das Erziehungsministerium teilte am Montag mit, dass unter den Toten 22 Lehrer und acht Schüler seien.

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  1. giorgiobavarese sagt:

    Es ist einfach nicht zu verstehen, warum die türkische Regierung fast alle Hilfsangebote abgelehnt hat. Gerade in den ersten drei Tagen nach einem Beben wird zur Personenrettung jede helfende Hand bis hin zu Spürhunden dringend gebraucht. Dabei wird in der medialen Berichterstattung meist übersehen, dass nicht nur Van und Ercis von dem Beben betroffen sind, sondern auch noch eine Menge kleinerer Orte und Einzelgehöfte. Wie es denen ergeht, erfährt die Öffentlichkeit gar nicht. Daher ist zu vermuten, dass der überwiegende Teil der Rettungskräfte und des schweren Rettungsgeräts dort zusammengezogen ist, worauf die Kameras der Fernsehanstalten gerichtet sind. Hilfsangebote kamen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus den USA, China und fast allen Ländern der EU.

    • James sagt:

      Überlast die arbeit den Experten! Sobald ein Unglück geschieht sind alsbald 1000 Experten im Internet unterwegs die immer alles “besser Wissen”…

      Die Türkei ist inzwischen Katastrophen erprobt – die wissen was sie machen.
      Inzwischen wurden auch (mit deutscher Hilfe) viele Suchhunde ausgebildet – das weiß ich weil ich indirekt bei der Ausbildung beteiligt war…

      Was du aber machen kannst ist zu deiner Bank zu gehen und ordentlich zu Spenden!

      • Defking sagt:

        @James Er will nur Poltern. Die Menschen sind ihm wahrscheinlich egal.

        • giorgiobavarese sagt:

          Mein leiber Freund,

          wenn Sie selbst schon Hilfstransporte in Krisengebiete gefahren haben wie ich und wenn Sie Patenschaften für elternlose Kinder übernommen haben und wenn Sie ebenso viel Geld gezielt an Einzelfamilien und allgemein gespendet haben wie ich, dann haben Sie Recht.

          • giorgiobavarese sagt:

            Sie scheint es offensichtlich nicht zu interessieren, wie es ihren Landsleuten außerhalb von Van und Ercis geht. Außerdem sollten Sie einmal anfangen rechnen zu lernen, selbst wenn Sie 10 000 Helfer im Erdbebengebiet hätten. Die müssen sich gegenseitig ablösen, weil die auch einmal schlafen müssen und nicht durcharbeiten können. Außerdem ist eine stattliche Anzahl mit Lebensmittelverteilung oder Aufbau und Beschaffung von Unterkünften beschäftigt sowie mit vielen anderen notwendigen Organisationsarbeiten. Nun können Sie sich ausrechnen, wie viele da noch pro eingestürztem Haus als Bergungshelfer übrig bleiben würden, wohlgemerkt bei dieser hoch angenommenen Zahl. Denken Sie also erst, bevor sie schreiben.

  2. Frank der Ossi sagt:

    Die internationalen Hilfsorganisationen wären teilweise noch vor den türkischen Vorort gewesen.. diese Blamage wollte man sich wohl nicht geben und opfert lieber ein paar Landsleute..

    • Defking sagt:

      Und das hat dir wer gesagt? Du warst also an jeder Stelle jederzeit dabei? Der Ossi hat natürlich sehr viel Ahnung von Katastrophenkoordination.

  3. Kiro sagt:

    @giorgo und ossi

    erspaart uns euren geistigen müll !
    das selbe gilt an alle pkaka syhmpatisanten !