„People of Europe, rise up!“: Ein historischer Tag des Protests

Die Protestbewegung, die an der New Yorker Wall Street ihren Anfang genommen hat, ist an diesem Samstag auf alle Kontinente übergeschwappt. In 82 Ländern gingen die Menschen in rund 1000 Städten auf die Straße. In Rom kam es am Rande der Demonstrationen zu Ausschreitungen. (Video)

Ein Teilnehmer der Proteste gegen die Macht der Finanzmärkte in Hamburg zeigt sich mit einer Maske, die typischerweise von Aktivisten des internationalen Netzwerks "Anonymous" getragen wird. (Foto: ddp images)

Ein Teilnehmer der Proteste gegen die Macht der Finanzmärkte in Hamburg zeigt sich mit einer Maske, die typischerweise von Aktivisten des internationalen Netzwerks "Anonymous" getragen wird. (Foto: ddp images)

Unter dem Motto „People of Europe, rise up!“ (zu deutsch: „Völker Europas, steht auf!“) gingen an diesem weltweiten Aktionstag Tausende Menschen auf die Straßen. Die Medien sprechen schon jetzt von einem “historischen Tag es Protests”. Während in Deutschland die Demonstrationen friedlich verliefen, kam es in Rom zu Ausschreitungen.

In der italienischen Hauptstadt fanden sich bis zu 200.000 Demonstranten ein, um ihrer Wut über Bankenrettungspakete und soziale Ungerechtigkeit Luft zu machen, darunter auch Anhänger des so genannten “Schwarzen Blocks”. Mit Tüchern vermummt zündeten sie etliche Autos an und drangen in abgesperrte archäologischen Stätten unweit des Kolosseums ein. Sprengsätze und Rauchbomben beschädigten zudem mehrere Räume des Verteidigungsministeriums.

Attac wertet Aktionstag als “großartigen Erfolg”

In Deutschland, so teilten die Mit-Organisatoren von Attac mit, kamen in 50 Städten mehr als 40.000 Menschen zusammen. Gemeinsam mit den “spanischen Indignados und der Occupy-Bewegung” habe man “ein deutliches Zeichen gegen das Diktat der Banken und Finanzmärkte” gesetzt. Insgesamt wertet Attac den 15. Oktober als “großartigen Erfolg”. “Der Funke ist übergesprungen, die Bewegung ist da. In mehr als 900 Städten in 82 Ländern rund um den Globus haben Menschen heute ihre Wut über die Macht der entfesselten Finanzmärkte auf die Straße getragen und echte Demokratie eingefordert”, so Max Bank vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. “Ob in Frankfurt oder London, New York oder Madrid, Kairo oder Tel Aviv: Wir sind Teil einer globalen Bewegung, die vor allem eines eint: der Kampf gegen soziale Ungleichheit und für eine Gesellschaft, die allen Menschen echte demokratische Teilhabe ermöglicht.”

Protestwelle erfasst weltweit rund 1000 Städte

Unterschiedliche Medien sprechen dagegen von weitaus weniger Teilnehmern. In den Demonstrationszentren wie Berlin und Frankfurt sollen jeweils nur einige Tausend zusammengekommen sein. Am Nachmittag kam es auch in der Hauptstadt kurz zu Unruhe als einige Demonstranten “Occupy Bundestag” riefen und über die Wiese in Richtung Bundestag stürmten. Insgesamt fiel die Bilanz der deutschen Proteste jedoch friedlich aus. Insgesamt, so gibt die Webseite www.15october.net an, soll die Protestwelle weltweit rund 1000 Städte erfasst haben.

Mit diesem Video wurden die Proteste im Vorfeld angekündigt:

Hier einige Szenen vom 15. Oktober in Rom:

Und hier Impressionen aus Frankfurt am Main:

Mehr hier:

Occupy Wall Street: Weltweite Proteste in über 900 Städten!

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  1. Tommy Rasmussen sagt:

    15.10.2011 Occupy Wall Street: Die künstliche Opposition der Neuen Weltordnung – Die globale Elite geht immer nach dem selben Schema vor: Sie kreiert ein Problem, kennt die Reaktion der Masse, und bietet dann die Lösung an, die ihr vom Anfang an vorschwebte. Ziele der Globalisten sind: Weltregierung, Ausschaltung der Freiheits- und Eigentumsrechte, Zentrale Wirtschaftsplanung, globale (CO2-) Steuer. Als Vorbild und Zwischenschritt gilt die EU. Auch auf der deutschen Occupy- Webseite (Alexander Benesch) findet sich praktisch nur der Wunschkatalog der sozialistischen Globalisten. Kein Wunder also, dass diese Bewegung nicht am Hauptproblem rüttelt: Dem vom Staat garantierten Geldmonopol der FED oder der EZB, die unablässig Geld aus dem Nichts erzeugen, was die wahre Ursache der Krise ist. Sie hoffen, dass es möglichst viele, außerparlamentarische Proteste gibt, um den Staat weiter auszubauen, eine europäische Superregierung zu installieren und die letzten Freiheitsrechte abzuschaffen. Die globale »Elite« bedient sich immer das Tavistock Instituts, um Menschen zu beeinflussen und zu dem werden zu lassen, was sie sich wünschen: eine Herde Schafe.
    http://stevenblack.wordpress.com/2008/06/27/das-tavistock-institut-globale-gehirnmanipulierer/
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/oliver-janich/occupy-wall-street-die-kuenstliche-opposition-der-neuen-weltordnung.html
    http://www.occupyfrankfurt.de/doku.php?id=unsere-ziele
    http://www.7stern.info/Forderungen_Massnahmen.htm