NATO-Raketenabwehrschild kommt nach Malatya

Die NATO stationiert ein Frühwarnsystem im Südosten der Türkei. Von Malatya aus sollen zukünftig feindliche Aktivitäten des Irans überwacht werden. Der Iran droht mit Konsequenzen.

Auf diesem Militärstützpunkt in Malatya soll das neue Radarsystem stationiert werden. (Foto:Zaman)

Auf diesem Militärstützpunkt in Malatya soll das neue Radarsystem stationiert werden. (Foto:Zaman)

Ein US-Radarsystem wird auf einem Militärstützpunkt in der südöstlich gelegenen türkischen Provinz Malatya stationiert. Kontrolliert wird das Frühwarnsystem von Deutschland aus. Im deutschen Kontrollzentrum wird auch türkisches Personal für den Stützpunkt zuständig sein.

Ziel des NATO-Projekts ist die Kontrolle militärischer Aktivitäten des Irans. 2010 entschied die NATO in Lissabon über ein europäisches Raketenabwehrschild als Antwort auf die von einigen Ländern ausgehenden Gefahren. Das Pentagon erklärte, das Frühwarnsystem werde Ende 2011 gestartet. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung vom türkischen Staatssekretär im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten Feridun Sinirlioglu und dem US-Botschafter Francis Ricciardone.

Der Iran reagierte verstimmt auf die Pläne des neuen NATO-Abwehrsystem in der Türkei. Das System werde zu Spannungen und Konsequenzen führen, sagte Ramin Mehmanparast, Sprecher des Außenministeriums, gegenüber des staatlichen Fernsehens des Irans.

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