Mächtigste Frau der Türkei: “Europa hat den EU-Beitritt auf Eis gelegt”

Die Unternehmerin Güler Sabanci spricht im Exklusiv-Interview zur Gleichberechtigung, Reformen und zum EU-Beitritt: Nun sei Europa am Zug.

Güler Sabancı, Vorsitzende der Sabancı Holding und der Sabancı Universität, auf der 4. Mercator Lecture. (Foto: David Ausserhofer, Rechte Stiftung Mercator)

Güler Sabancı, Vorsitzende der Sabancı Holding und der Sabancı Universität, auf der 4. Mercator Lecture. (Foto: David Ausserhofer, Rechte Stiftung Mercator)

Deutsch Türkische Nachrichten: Frau Sabanci, als Vorsitzende der Sabanci Stiftung haben Sie eine strategische Partnerschaft mit der Mercator Stiftung in Essen unterzeichnet und waren Gastrednerin der diesjährigen Mercator Lecture. Vor rund 300 Vertretern aus Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft haben Sie dabei über “Deutschland und die Türkei: Gemeinsame Lösungen für Globale Probleme” gesprochen. Insbesondere in den Bereichen Energie, Klimawandel, Bildung und Gleichberechtigung haben Sie dabei auf die Notwendigkeit des Engagements der Zivilgesellschaft hingewiesen, um politische Defizite auszugleichen. Wie realisieren Sie diesen Ansatz in Ihren Unternehmen?

Güler Sabanci: Wir sind ein Mischkonzern mit fünf Geschäftsbereichen. Unsere Kerngeschäfte sind Banken und Versicherungen, Zement, Energie und Einzelhandel. Das heißt, wir profitieren schon jetzt mit unseren regionalen und globalen Aktivitäten von Fortschritt und Modernisierung in der Türkei. Zu unseren ausländischen Partnern gehören z.B. Carrefour Supermärkte und Heidelberg Cement. Aber insgesamt brauchen wir noch mehr Partner und noch mehr Kooperationen.

Aus geschäftlicher Perspektive gab es noch nie Schwierigkeiten zwischen Deutschland und der Türkei, zwischen türkischen und deutschen Firmen oder deutschen und türkischen Firmen. Deutschland ist ein ernstzunehmender Investor in der Türkei. Der bilaterale Handel hat 2010 mit 26 Milliarden Euro ein neues Hoch erreicht. Rund 100.000 türkische Geschäftsleute beschäftigen 400.000 Menschen in Deutschland. Es ist also offensichtlich, dass es in der Geschäftswelt keine Probleme gibt.

Auch im Bereich der Zivilgesellschaft gibt es keine Probleme: Die Konrad Adenauer, die Heinrich Böll und die Friedrich Naumann Stiftung sind in der Türkei aktiv. Dazu kommt nun die Partnerschaft zwischen der Sabanci und der Mercator Stiftung: Wir werden uns mit Klimawandel, Bildung, und der gemeinsamen Herangehensweise an die Zukunft Europas und die EU-Türkei Beziehungen beschäftigen. Wie wollen Türken und Deutsche diese globalen Herausforderungen beantworten? Wie werden sie Wirtschafts- und Energiepolitik gestalten? Was wird die gemeinsame Position bei G-20 Treffen sein? Dazu wollen wir in den nächsten fünf Jahren Antworten finden. Es ist also offensichtlich, dass wir auch auf der Stiftungsebene keine Probleme haben.

Also frage ich Sie: Wo haben wir Probleme? Wir haben sie auf politischer Ebene. Da gibt es mehr oder weniger offensichtliche Agenden und Absichten, da gibt es europäische Probleme. Und das sind die Probleme, die wir überwinden müssen.

Sowohl die Aussage von Bundeskanzlerin Merkel, der Multikulti-Ansatz sei gescheitert, als auch Premierminister Erdogans Appell, alle jungen Türken müssten zuerst Türkisch und dann Deutsch lernen, sind auf große Kritik gestoßen. Glauben Sie daher, dass die politische Elite ihren Standpunkt sowohl hierzulande als auch in der Türkei überdenken und revidieren muss? Oder gehen Sie davon aus, dass die wirtschaftlichen Entwicklungen die Politik solcherart beeinflussen werden, dass eine Veränderung von allein folgt?

Es ist offensichtlich – und ich will hier nicht mit dem Finger auf den einen oder anderen zeigen – dass die EU-Politik, Deutschland eingeschlossen, noch nicht bereit ist. Es ist offensichtlich, dass sie diejenigen sind, die den türkischen Bewerbungsprozess unterstützen und führen können. Die Türkei hat ihre Absichtserklärung auf den Tisch gelegt. Wir haben uns beworben. Also sind wir der Beteiligte, der seine Interessen klar formuliert hat. Und entsprechende Reformen vorgenommen hat. Also ist nun der andere Beteiligte am Zug. Ich will nicht in die Details des politischen Tagesgeschäfts gehen, oder wer was gesagt hat. Aber es ist offensichtlich, dass Europa und nicht die Türkei das Thema zurzeit auf Eis gelegt hat.

Wo glauben Sie werden wir in 10 Jahren sein?

Das kann man nie wissen. Aber ich bin ein Optimist. Die Demokratie ist ein wunderbares System. Es bringt Veränderung mit sich. Es gibt Wahlen. Und es gibt Richtungsänderungen. Ich bleibe zuversichtlich.

In Bezug auf die Beziehungen zwischen Türken und Deutschen hierzulande, auf Ihr großes Engagement für die Rechte von Frauen und Mädchen in der Türkei und Ihren eigenen herausragenden Erfolg als die mächtigste Frau in der Türkei: Haben Sie eine Botschaft für die Türkinnen der zweiten und dritten Generation in Deutschland, die die Türkei niemals wirklich kennen gelernt haben?

Ich würde ihnen sagen, dass sie ihre Verbindung zur Türkei nicht verlieren sollten. Sie sollten in die Türkei fahren und das Land erforschen und kennen lernen. Ihr Wissen über die Türkei wird zukünftig nicht nur ihnen, sondern auch Deutschland helfen.

Haben Sie eine Botschaft auch für junge deutsche Frauen?

Für alle Frauen, egal ob türkisch, deutsch oder welcher Abstammung auch immer: Dass Deutschland eine Frau zur Kanzlerin gewählt hat heißt noch lange nicht, dass alle Frauenfragen und Fragen zur Gleichberechtigung geklärt sind!

Interview: Regina Körner


Güler Sabanci:

Güler Sabanci, 56, leitet mit der von ihrem Onkel gegründeten Sabanci Holding den zweitgrößten Mischkonzern der Türkei. Die Sabanci Holding beschäftigt rund 65.000 Mitarbeiter in 70 Firmen und 15 Ländern. Die Unternehmerin wird regelmäßig von Publikationen wie Fortune, Forbes und Financial Times zu den einflussreichsten Frauen der Welt gezählt. Sie steht der Sabanci Universität und der Sabanci Stiftung vor. Sie setzt sich für Nachhaltigkeit und Gleichberechtigung ein. „Unser Unternehmen hat zwei Seiten: das Geschäft und die Menschenliebe – würden wir nur an die Aktionäre denken, könnten wir nicht erfolgreich sein.”

Kommentare

Dieser Artikel hat 42 Kommentare. was ist deiner?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

  1. Fikret Cerci sagt:

    Wenn schon, was denn falls sie EU- Beitritt auf Gletscher legen würden. Juckt mich nicht! Die Nachteile sollen die Herrschaften selber ausbaden.

  2. BIR OSMANLI sagt:

    “ls auch Premierminister Erdogans Appell, alle jungen Türken müssten zuerst Türkisch und dann Deutsch lernen”

    Erdogan hat nicht einfach gesagt, “lernt erst türkisch dann deutsch” .. sondern, lernt zuerst türkisch “GUT”..
    Das “GUT” wurde aber in Deutschland einfach ausgeblendet – dabei macht es den Satz aus.

    Die Deutschen verstehen alles wie sie möchten. Jeder Linguistiker wird bestätigen, dass Menschen die erst ihre Muttersprache “GUT” erlernen, auch in der Lage sind die Fremdsprache besser zu lernen.

    Wenn ich mich in meiner Muttersprache dumm anstelle, stelle ich mich bstimt auch in der Fremdsprache dumm an. Darum geht es. Was erdogan eigentlich sagen wollte ist, dass Bildung wichtig ist.

    Die Deutschen allerdingst mit ihrer Turkophobie verstehen alles wie sie es möchten. Dabei werden sogar Sätze umformuliert oder manches gerne weggelassen.

    Wer die rede von Erdogan in Youtube mal anschaut, wird das feststellen. Erdogan sagte, zuerst die türkische Sprache GUT lernen.

    • Matti sagt:

      Und warum sollte man in einem Land zuerst eine fremde Sprache “gut” lernen und dann die Sprache des Landes in dem man lebt und auch zukünftig leben möchte. Wenn ich ins Ausland ziehen würde und auch weiter dort leben möchte und mich mit dem Land identifiziere, würde ich dafür sorgen, dass meine Kinder als 1. Sprache die des Landes lernen müssen, um eine ordentliche Zukunft im Land zu haben.
      Wieso tun sich die Türken damit in Deutschland so schwer und wieso muss so einer wie Erdogan explizit darauf hinweisen, dass man zuerst “gut” türkisch lernen sollte. Und dabei ist es völlig wurst, ob das Wort “gut” weggelassen wurde oder nicht. Was hat der hier eigentlich zu melden? Der komische Vogel soll mal lieber sehen, dass er sein eigenens Land in den Griff bekommt.

      • Deutschländer sagt:

        @Matti
        Der Demokratisch gewählte Ministerpräsident der Türkei, ist kein “komischer Vogel”.
        Er vertritt auch meine Politischen Grundgedanken vertreten, aber trotzdem ist mit knapp 50 % Wählerstimmen gewählt worden. Das müssen wir auch in Deutschland akzeptieren und respektieren.

        In vielen Punkten sagt er offen, was die Menschen in Deutschland fühlen.
        Wir würden zusammen weiterkommen, wenn gegenseitig zuhören und unsere Vorurteile abbauen.

      • Fikret Cerci sagt:

        Jede Sprache ist gut genug. Warum sollten sie kein türkisch lernen? Das ist meistens doch die Muttersprache. Wenn als zweite sprache sich um Englisch oder Französisch handelt, dann haben die Leute auf ein mal andere Meinung.

      • mert sagt:

        Wir wollen die EU nicht.Die gehen unter und ich will nicht, dass die junge Türkei die veraltete EU finanziert.ich bin froh, dass unsere Freunde aus Österreich uns ablehnen.Haha 2023 klopfen die an der Tür und fragen, ob wir net das Gewisse Kleingeld für ihre Rentner haben…..hahaha

      • hasan sagt:

        die deizehntausend deutsche die in alanya leben von dehn sprechen auch nur einpaar türkisch genauso die achttausend deutsche in side
        in kritisieren seit ihr gut aber das ist aber auch alles
        im grunde genomen seit ihr nicht besser

        • Özer sagt:

          Was tutu die Türkei für die Integration der Deutschen?
          Welche Sozialleistungen gibt es für sie?
          Gibt es eine Willkommenskultur,oder hat der türk.Integrationsbeauftragte versagt?

          • Ramsch sagt:

            Die Gastfreundschaft liegt den Türken im Blut. Sie müssen nicht per Gesetz zu Menschlichkeit gezwungen werden. Sie Verstehen es nicht? Auch egal.

      • hahahah sagt:

        weil das seine Mutter Sprache ist !
        1- Deutsche leben in der Türkei und denen WIRD NICHT SO DRUCK AUSGEÜBT die REDEN entweder noch DEUTSCH oder ENGLISH !

        2- JEDER TÜRKE MUSS SEINEN MUTTERSPRACHE SEHR GUT KÖNNEN ! nicht nur jeder TÜRKE ! alle nationalitäten müssen es können !

    • Jennerwein sagt:

      @delice Minarette sind unsere Bajonette hat er auch nicht gesagt?

  3. Gedanke sagt:

    Kein Beitritt der Türkei zur EU,ich fühle mich als Türke nicht Kompatibel genug die vorherrschende Europäische Wertegemeinschaft mit zu tragen.
    Ebenfalls interessiert mich das Alternde Arbeitspotenzial noch die Arrogante Haltung der Europäer nicht.Es ist vorherrschend das eines tages sich das Problem Europa sich
    Naturbedingt selbst vertilgt.
    Europa hat seinen Zenit als Zivilisationsmotor überschritten,sie werden das werden was sie vorher waren,nichts.
    Die Zivilisation began im Dreistromland und sie wird auch wieder dort enden.

    • Jennerwein sagt:

      dort ist sie schon lange beendet,
      meines wissens begann sie aber lange vorher im Industal

  4. delice sagt:

    Viele Menschen in Deutschland lernen lieber Englisch, das ist auch gut so, weil es natürlich richtig und wichtig ist, das ist in der Türkei nicht anders und auch woanders in der Welt.

    Nur hört dann das Erlernen einer Fremdsprache hier schon auf. Wenn man will lernt man vielleicht dann noch Spanisch, Französisch oder auch schon mal Italienisch. Türkisch ist den meisten Deutschen so fremd geblieben, dass sie es erst gar nicht erlernen wollen. Das geht dann schon wieder soweit, dass man den Menschen aber das auch nicht gönnen mag, deren eigene Herkunftssprache das ist. Sie sollen das aber auch nicht erlernen. Es sei gegen die Bemühungen um eine wirklich gute und gelungene Integration, will heißen, dass es doch gegen den Wunsch und ureigenste Bestreben einer Assimilierung sei. Dabei soll möglichst alles das was irgendwie muslimisch und türkisch an ihnen erscheint demnach total ausgemerzt werden. Das gilt aber dann schon wieder nicht für jeden Fremden in Deutschland.

    Statt also daran zu partizipieren, an der Vielfalt, diesen als einen weiteren Zugewinn zu betrachten, zieht man es lieber vor, das alles auszugrenzen oder sagen wir ruhig, wenn möglich zu vernichten. 

    Ich denke, dass hier nur eine überaus große Angst regiert, aber auch eine trotzige, wie auch unsinnige Verweigerungshaltung. Und die wird dann umso größer je mehr man darüber weiß, dass alles Kampf und alles Bekämpfen des Türkischen keinen Erfolg haben wird. Man weiß schon, dass man weit und breit eigentlich auf einem verlorenen Posten ist, und dennoch will der Hass erst recht nicht abnehmen. Unverständlich wird dieser Hass trotzdem. Denn die Begeisterung für die Türkei als Urlaubsland steigt von Jahr zu Jahr. Auch die deutsche Wirtschaft will von davon wenig wissen. Verstehe da jemand diese Menschen. 

    Aber als ausgewiesener Gegner einer Vollmitgliedschaft der Türkei zur EU/EWG bin ich über diesen „politischen” Zustand aber auch nicht wirklich böse. Denn dadurch wird der Zuspruch der Bevölkerung innerhalb der EU nicht erfolgen. 

    Für die Wirtschaft auf beiden Seiten ändert sich dadurch ohnehin nicht viel. Die großen Nachteile rechtfertigen in der Summe keine Vollmitgliedschaft. Schließlich reicht eine Vollmitgliedschaft zur Zollunion aus. Erweiterungsfähig wäre diese Zollmitgliedschaft lediglich noch mit einem auszustattenden Stimmrecht und der Aufhebung der Visa für türkische Staatsbürger. 

    Man darf und sollte nicht von etwas träumen, was nicht erreichbar ist. Diese lange Zeit des Wartens hat aber uns allen das wahre Gesicht der EWG/EU gezeigt. 

    Mittlerweile wäre es für uns auch eine überaus große Demütigung und für unseren Stolz besonders erniedrigend. 

    Und nach heutiger Sicht wäre dieser Schritt regelrecht verhängnisvoll – in politischer (Verlust der Souveränität) und wirtschaftlicher (Staats-Pleite vieler EU-Staaten) Hinsicht.

    Mein Eindruck ist aber, dass man in der Türkei das Ganze entweder (noch) nicht erfasst hat oder aus eigennützigen Gründen es partout nicht erfassen will! Das aber ist im Interesse der gesamten  Bevölkerung in und aus der Türkei mehr als fahrlässig, wenn nicht gar bewußt vorsätzliches Handeln und falsches Denken. Ich zumindest würde mir – mit Verlaub – wirklich überlegen, ob ich nicht die falschen Berater um mich geschart habe.

    • nannibal sagt:

      @ delice

      “Mittlerweile wäre es für uns auch eine überaus große Demütigung und für unseren Stolz besonders erniedrigend. ”

      Mit diesem Satz haben Sie die Probleme bei der Integration und Politik bei Türken/der Türkei umfassend beschrieben.

      Es ist ein überdimensionaler, allumfassender Minderwertigkeitskomplex.

      Deutscher Staat und Gesellschaft sind aber NICHT dazu da/bereit, diesen zu befriedigen, denn sowas ist im 21.Jahrhundert einfach lächerlich.

      • delice sagt:

        Mein lieber @annibal entweder sind Sie der deutschen Sprache wohl (eigentlich sollte ich hier schreiben: gewiss) nicht mächtig und/oder haben Probleme beim erfassen eines in deutscher Sprache abgefassten Textes oder aber Sie haben insgesamt Verständnisprobleme in einer vielseitigen und vielschichtigen Art. Sie sollten sich einmal wirklich diese grundlegende Frage stellen, ob Sie da irgendwas im Text verpasst haben. 

        Um es Ihnen und so manch anderen der auch diese Zeilen nicht verstanden hat, kann ich diesen Vorwurf dann auch noch einfacher schreiben und es Ihnen leichter machen, deshalb werde ich Ihnen das – auf gut deutsch – einmal platt und derb aussprechen, weil ich es einfach satt habe, werde ich das auch nicht mehr euphemistisch umschreiben, vielleicht auch, weil Sie diese Zeilen ohnehin nicht wieder verstehen werden: Sie sind – mit Verlaub – vermutlich ein wenig umnachtet. 

        Sie sollten im Übrigen Ihren Namen richtig schreiben, nämlich in Hannibal, nur dann hätten Sie wahrscheinlich einen Faible für Nord-Afrika oder für Hektor oder würden sich als einen Tunesier outen; nur haben die eine Begeisterung für die Türkei. Denn dort, beruft sich beinahe jeder auf seine türkischen Wurzeln. 

        So jetzt zurück wieder zu Ihrer bewussten Missdeutung.

        Warum verstehen Sie denn nicht den vorgegeben Text, wie es unmissverständlich da steht? 

        Warum interpretieren Sie in dem Text und meinem Meinungsbild etwas völlig anderes?

        Haben Sie Ihren eigenen Kompass und Ihre innere Peilung verloren?

        Da steht nirgendwo etwas von einer Verweigerungshaltung zur Integration, der hier lebenden Menschen aus der Türkei. Das sollte man einfach darin nicht hinein interpretieren, nicht hinein dichten. 

        Ich frage mich ohnehin, wie es denn sein kann, dass es immer noch Menschen auf der Welt gibt, die auch nach mehren Jahrhunderten des Auswandern ihrer vermeintlichen und angeblichen Vorfahren, man dennoch seine/ihre ursprüngliche „deutsche Kultur, Sprache und Heimat” so lange erhalten und pflegen kann, sei es auch aus welcher Himmelsrichtung man da nun nach Deutschland gekommen sei. Hierfür gibt es sogar große Organisationen im Deutschland, die sich berufsmäßig um diese Vertriebenen und Flüchtlinge aus dem Osten kümmern, wo die Vorsitzende dieses Vereins selbst schon in der Deutschen Heimstätt zur Welt kam. 

        Warum können die sich nicht damit abfinden – vom tatsächlichen Verlust und Untergang der ehemaligen Heimat? Wobei unsere wirkliche Heimat ja immer noch wie eine Eins dasteht und wirtschaftlich wächst und wächst. 

        Selbst in der neuen Zeit ist das nicht anders, ob in Spanien oder in der Türkei, die Deutschen verweigern sich des jeweiligen Landes. Und es spricht Bände, wenn sich darin selbst Schweizer und Österreicher genauso arg beschweren – über die vielen Deutschen. Das ist insoweit bemerkenswert, weil beide Nationen sich eigentlich dem gleichen Kulturraum verpflichtet fühlen.

        Und da kommen Sie und Ihresgleichen daher und wollen uns Ihren peinlichen Stempel da willkürlich aufdrücken. 

        Werden Sie einfach nur besonnen. Und schmeissen Sie nicht mit Steinen ziellos um sich, wenn Sie selbst in einem empfindlichen Glashaus sitzen. 

        • Hannibal sagt:

          @ delice

          Zunächst: Der Name “nannibal” ist leider einem falschen Tastendruck geschuldet, “Hannibal” wäre richtig, aber DA war der Beitrag schon abgeschickt.

          Warum ist es eigentlich bei türkischen Usern ( ich unterstelle einmal, das Sie zumindest türkischen Migrationshintergrund haben) üblich, in ihren Repliken auf migrations- oder türkeikritische Beiträge deren Schreiber grundsätzlich erst einmal herabzusetzen ?

          Beispiel:

          Sie der deutschen Sprache wohl (eigentlich sollte ich hier schreiben: gewiss) nicht mächtig und/oder haben Probleme beim erfassen eines in deutscher Sprache abgefassten Textes oder aber Sie haben insgesamt Verständnisprobleme in einer vielseitigen und vielschichtigen Art.

          Ende des Zitats.

          Was die “Verweigerung” der Deutschen in der Türkei und Spanien betrifft: Hier handelt es sich zu 95% um RENTNER, die dort ihren Lebensabend verbringen, OHNE Kinder, die mit Ihrer Rente dort Geld lassen, und NICHT um Familien, die in der 3. oder 4. Generation immer noch ihre archaischen Gebräuche pflegen, und erhebliche Sprachprobleme haben, was ihre Einfügung in den Schul-und Arbeitsprozess sehr erschwert oder gar verhindert.

          P.S. Um mal mit Ihrer “Methodik” zu arbeiten:

          Was bitte ist eine “Deutschen Heimstätt” ???

          • Nur mal so eine Frage sagt:

            @ Hannibal

            Sie scheinen gar nicht so dumm zu sein, wie sie tun, nur frage ich mich allen ernstes, ob sie noch nie was darüber gehört haben, dass die Deutschen in den USA 250 Jahre lang nur Deutsch geredet haben und die meisten sehr wenig Englisch sprachen oder wollten? Das deutsche Brauchtum wurde über jahrhunderte gepflegt und gehegt.

            Auch dem „deutschen Brauchtum“ Nationalsozialismus war man in den USA treu ergeben und es wurden ähnliche Strukturen wie im in Deutschland aufgebaut, nur mit dem beginnenden 2. Weltkrieg wurde es mit dem Deutschsprachlern weniger.
            In Südamerika wie z.B in Chile oder Brasilien gab es ähnliche Parallelen.

            Wussten Sie von all dem nichts oder wollten Sie davon nichts wissen?

            Das zum Thema „Verweigerung“ der Deutschen.

        • Jennerwein sagt:

          @deice
          Ja was tut denn die Türkei für die Integration der Zuwanderer?,
          schafft sie Arbeitsplätze?
          Bietet sie Sprachkurse an?
          Gibt es eine Willkommenskultur?
          Gibt es Sozialleistungen für Verarmte?
          werden sie in Ghettos angesiedelt?

        • Jennerwein sagt:

          @delice
          Weist dch diese unintegrierbaren Deutsche einfach aus.
          Wir sind nicht kleinlich,wir geben euch 20 nicht integrierbare Türkrnfür Jeden v.Ihnen

          • Ramsch sagt:

            Menschenverachtung in Reinstform. Die Deutschen die in der Türkei leben sind nicht ihre “Murmeln” die sie beliebig austauschen können. Die gehen sie überhaupt nichts an sofern die sie nicht drumm bitten dass es sie was angehen möge.

            Man kann über die Geisteshaltung unserer dt. Nachbarn manchmal verzweifeln. Zum Glück nicht meine Kultur und meine Umgebung. Solch ein Glück ist ein hohes Gut.

    • Jennerwein sagt:

      Wir sind glücklich,dass wir so einen Starken Verbündeten gegenden den Beitritt der Türkei haben

    • Österreicher sagt:

      Dann erniedrigt Euch nicht

    • Selim sagt:

      @delice
      Nenn mir mal vernünftige Gründe,warum ein in Deutschland lebender Deutscher tükisch lernen soll

      • Ramsch sagt:

        Muss er nicht. Er braucht sich auch nicht in die Mutter- und Fremdsprachangelgenheiten seine Nase reinstecken.

    • Arkadas sagt:

      Es ist wahr, es ist schon sehr schwierig in Deutschland Türkisch zu lernen. Es gibt sogar mehr Lehrbücher über Suhaeli oder Sanskrit als über die türkische Sprache in Deutschland. Aber das liegt nicht nur an den deutschen Verlagen, sondern auch am mangelnden türkischen Interesse, solche Bücher zu verlegen oder zu verbreiten.
      Jedes Land der Welt, das etwas auf sich hält, versucht mittlerweile für seine Sprache zu werben und Möglichkeiten zu schaffen, die eigene Landessprache für interessierte Ausländer erlernbar zu machen.
      Nichtsdesto trotz ist es Blödsinn, dass es den Türken untersagt oder mißgönnt ist, in Deutschland auch türkisch zu sprechen. Aber nicht nur die mangelnde Bildung, falsch verstandene Traditionen der Türken verhindern oft das Interesse, die Sprache des Landes zu lernen, in denen sie leben.
      Sie verstecken sich leider allzuoft hinter einem übertriebenen zur Schau gestellten türkischen Nationalismus, der geschickt die eigenen Minderwertigkeitskomplexe überspielen soll.
      Dadurch, dass die sogenannten Deutschländer sich nur schwer irgendwo zu Hause fühlen, weil man sich auch in der türkischen “Heimat” über sie lustig macht, bleibt ihnen nicht mehr viel, als allen zu beweisen, wie sie “türkisch” sie sind, damit sie akzeptiert werden. Damit stoßen sie aber die meisten in Deutschland und in der Türkei ab! Leute lernt deutsch, versucht hier Fuß zu fassen und versucht euer eigenes Leben zu leben, vergeßt die nationalistische Scheisse, sonst wird das Leben hier in Deutschland für Euch erbärmlich und unerträglich.
      Seid nicht Spielball irgendwelcher Propaganda, egal wo sie herkommt. Ihr müßt nicht eure Kultur oder Religion verleugnen, um hier trotzdem halbwegs angenehm leben zu können. Aber mit der Verweigerung, konstruktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, schadet ihr euch alle selber und nutzt nur den politischen Fanatikern.

  5. SimSalaBim sagt:

    Ups, ds wird vielen nicht schmecken, dass türksiche Unternehmen in Deutschland 400.000 Arbeitsplätze sichern.

    Es wird ansonsten immer nur auf den “sozial Schmarotzer” geschimpft.
    Das dahiner eine Existenz steht, das vermutlich für die Situation nichts kann, wird ausgeblendet. Denn nur der deutsche Hartz 4′ler versucht eine Anstellung zu finden, der Türk würde das ja auf keinen Fall tun.
    Und wenn der Türk der einen Job hat diesen nicht hätte, würde der brave deutsche keine sozial Leistung beziehen.

    Fazit:
    Egal wie es der Türk macht, es ist falsch.

  6. Österreicher sagt:

    Ich freue mich,dass ich hier so viele Mitstreiter gegen einen EU_Beitritt Österreichs gefunden dabe
    Lieber daham als Islam

    • Kanacke sagt:

      Weist du Österreicher, du darfst gerne gegen einen Eu Beitritt der Türkei sein, dass bin ich übrigens auch. Trotzdem ist es nicht gerade kultivert andere zu beleidigen. Danke für den Beweis deines Weitsichtigen Intellektes.

      Dann geht ma wieder ham
      http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/art15,556615

      und die Arbeitsplätze die in Österreich so entstehen ?

      so far Kanacke

    • Österreicher sagt:

      Hey klaue nicht mein Nick.
      Fake Österreicher.

      • Österreicher sagt:

        Ich bin Echter Österreicher,steht jedenfalls in meinem Pass,
        Aber du?,glaube ich nicht,
        Hab dich jedenfalls noch nie in der Kärntner Strasse gesehen,falls du wirklich einer sein solltest,sind wir Hier zu zweit,da müssten wir eigentlich zusammenhalten

  7. hasan sagt:

    am ende ist doch so wer als letzt lacht lacht am besten:)

    • Türk sagt:

      und das waren wir Türken, leute die Eu geht unter xD hahah

      • Özer sagt:

        @Türk
        hoffentlich bald,dann mssen wir in Deutschland nichts mehr für die Hungerleider in den anderen Ländern zahlen

        • unruhiger sagt:

          Wieso die meisten Deutschen zahlen doch für die Türkdeutschen.
          H4,Wohngeld,Ag und so weiter.

          • Ramsch sagt:

            Und das macht ihr ganz gut. Ich bin stolz darauf.

          • hahahah sagt:

            da liegst du falsch ! freund von mir arbeitet bei der agentur für arbeit , der hat die zahlen verglichen mit Thilo Sarazzins zahlen und es stimmte von oben bis unten nicht ! weil wir haben mehr deutsche die arbeitslos sind deshalb hat der NPD auch zuwachs genommen ” die sagen JA selber das Ausländer unseren Arbeit nähmen “. also wenn Türken Arbeitslos wären dann wären die Deutschen Beschäftigt und NPD hätte dann keinen ZUWACHS genommen. und im TV MEDIEN sehen wir nur DEUTSCHE die HARTZ4 empfänger sind :) ein anderer kumpel von mir ist ANWALT der hat auch Vergleich durch gezogen was der HERR SARAZZIN so fantasiert hat , mein Kumpel der anwalt sagte zu mir ” ich habe nur deutsche die Privat insolvenz ” in anspruch genommen haben.

            DIE TÜRKEN ARBEITEN IMMER NOCH ! du lebst in deutschland und liest anscheinend und schaust anscheinend wenig news ans.

  8. unruhiger sagt:

    Ich denke die Türkei ist stark genug, das Land braucht Europa nicht. :-)
    In Sachen Gleichberechtigung gibt es in Deutschland noch einige wenige Pobleme.
    In der islamisch türkischen Welt ist die Gleichberectigung längst vollzogen, ebenso die Religionsfreiheit und.die Meinugsfreiheit.
    Oder?

  9. hahahah sagt:

    Türkei Braucht keinen EURO misst !!

    ich kenne so viele Deutschen die nach Türkei ausgewandert sind die arbeiten dort als GASTARBEITER . und ich TELEFONIERE mit denen , die können kein TÜRKISCH :) ) naja TÜRKEI ist nicht DEUTSCHLAND die DEUTSCHEN brauchen auch nicht TÜRKISCH lernen . DEUTSCHLAND ist DISKRIMINIEREND und übt den DRUCK AUS bei TÜRKEN aber WIR TÜRKEN BRAUCHEN DIE DEUTSCHEN NICHT NACH machen , weil wir sind anders deshalb haben wir ja auch den JÜDISCHEN WELTHERRSCHAFT und OSMANISCHES REICH und TÜRKISCHER WELTHERSCHAFFT AUFBAUEN können weil wir nicht DEUTSCHE sind weil wir WELTHERSCHER sind. naja zurück zum THEMA auf jedenfalls meine DEUTSCHEN freunde die leben seit 1 JAHR in der TÜRKEI denen gehts sau gut , und die erzählen mir TÜRKEI ist wie DM zeit und hier findet man in jeder ecke JOB .

    ALSO TÜRKEI SOLLTE VON EU VERSCHONT WERDEN weil wenn DEUTSCHEN und TÜRKEN von EU satt haben die wandern Wenigstens in die TÜRKEI . UND DIESE EU hat DEUTSCHLAND VERPESSTET die ganzen Polen und Rumenier die ärmsten schweine sind hier eingewandert und beziehen HARTZ4 die deutschen beziehen auch hartz4 .

    ICH SAGE DEUTSCHLAND SOLLTE EINWANDERUNG STOPPEN !

    • unruhiger sagt:

      Die Kommentare von Herrn hahaha (?) sind etwas schwierig zu interpretieren wahrscheinlich ist das „Türkdeutsch“ .
      Die Zahlen von dem „Freund“ im der Agentur für Arbeit sind natürlich an den Haaren herbeigezogen und entbehren jeglicher Grundlage.
      Aber die Aussagen von Herrn hahaha sind doch symptomatisch für viele bildungsferne Deutsche mit Migrationshintergrund.
      Wir wünschen Herr (und dessen Familie) eine glückliche Heimreise in die Türkei.

      P.S.:
      Übrigens sind wir nicht per Du auch so eine Impertinenz von Leuten die die Sprache und die
      Umgangsformen des Gastlandes nicht kennen (oder vielleicht auch nicht interessiert).