Wegen Grenzkontrollen: Europaminister Hahn rät zu Urlaubsboykott Dänemarks

Am heutigen Dienstag führt Dänemark wieder Zollkontrollen an seinen Grenzen ein. Die EU kritisiert dies heftig und gibt zu Bedenken, dies gefährde den Zusammenhalt innerhalb der Union. Vom "Schengen-Abkommen" ist die Rede und einige fragen gar, ob Dänemark noch Teil der EU sein will.

Kontrollen sind an der dänischen Grenze nun wieder an der Tagesordnung (Foto: ddp images/AP)

Kontrollen sind an der dänischen Grenze nun wieder an der Tagesordnung (Foto: ddp images/AP)

Das Schengen-Abkommen wurde im Juni 1985 in der luxemburgischen Stadt Schengen von Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden unterzeichnet. Die Reisefreizügigkeit der Bürger sollte gefördert werden, die Binnengrenzen sollten zugunsten einer gemeinsamen Außengrenze abgeschafft werden. Zehn Jahre Später trat das Abkommen in Kraft, Grenzkontrollen zwischen den Mitgliedsstaaten entfielen. Nach und nach kamen weitere Staaten dazu, bis fast alle EU-Mitglieder teil des Abkommens waren. Italien unterzeichnete 1990, Spanien und Portugal 1991, Griechenland 1992, Österreich 1995. Dänemark trat 1996 gemeinsam mit Finnland und Schweden bei. 2007 folgten Tschechien, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, Slowenien und Slowakei. Die Schweiz kam 2008 später als assoziiertes Land hinzu.

Nun wird klar, warum die Europäische Union den neuerlichen Grenzkontrollen Dänemarks so kritisch gegenüber steht. Kern des Abkommen war schließlich die Abschaffung der Personenkontrollen an den Binnengrenzen. Aber auch weitere Regelungen wurden gemeinsam getroffen. So wurden etwa Einreisebestimmungen angeglichen und die Polizei darf  grenzübergreifend Verdächtige beschatten. Das Schengener Informationssystem (SIS) erfasst als riesige Datenbank Personen und Gegenstände für Fahndungen. Fünfzehn Schengen-Staaten können momentan schon darauf zugreifen.

Diesem Verbund innerhalb der EU widersetzt sich Dänemark nun. Der hessische Europaminister Jörg-Uwe Hahn rät deshalb zu einem Urlaubsboykott. Lieber solle man nach Österreich oder Polen fahren.

Kommentare

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  1. Bir Osmanli sagt:

    Ich fahre sowieso ncht nach Dänemark,wegen Beleidigung Mohammeds durch Karikaturen

    • Borat sagt:

      Ich mach lieber Urlaub in der Tschechei ,gutes Bier u. gutes Essen Schweine braten u.Schweinshaxe,Würste mit Knödel u.Sauerkraut )ist dort
      sehr gut und billig

  2. Germania sagt:

    Vielleicht sollten diese restrektiven Grenzkontrollen in ganz Europa wieder eingeführt werden, wir haben sowieso schon zuviele kurdische Asylanten hier in Deutschland.

  3. Tapier sagt:

    Man will offensichtlich keine Leute einreisen lassen,welche mit der dänischen Lebensart nicht einverstanden sind

  4. Fikret Cerci sagt:

    Lustig, ich bin nie in Dänemark gewesen! Hatte ich auch nicht den Wunsch jemals hinzugehen. Die Leute dort scheinen überheblich zu sein.

    • Jennerwein sagt:

      Überheblich nicht,aber vorsichtig ,durch schlechte Erfahrungen,
      sie lassen ja auch keine nichtintegrierbare Asylnten ins Land,sonder nur welche aus Ländern,deren Leute sich gut in Dänemark integrieren,sie sind uns ein Vorbild

    • Jennerwein sagt:

      Du hast ja Recht,man sollte nicht nach Dänemark gehen,viel zu Teuer,
      aber Norwegen ist noch viel teurer:
      0,4 ltr Bier 59 Kr=8€
      0,1 ltr Wein 85Kr=11,50€

    • Capitano sagt:

      Fikred
      Da werden sich die Dänen aber freuen

    • Capitano sagt:

      Dänemark ist eh kein Tourismusland u.wird nicht gleich dadurch ruiniert