Strauss-Kahn droht neue Anzeige wegen versuchter Vergewaltigung

Die französische Journalistin Tristane Banon wirft Dominique Strauss-Kahn vor, er sei ihr gegenüber 2002 zudringlich geworden. Ihre Mutter, Anne Mansouret, hatte ihr damals von einer Anzeige abgeraten.

Und wieder eine neue Wendung im Fall Dominique Strauss-Kahn. Eben erst schien er von den Vorwürfen der Vergewaltigung in den USA freigesprochen, da meldet sich eine Journalistin in Frankreich zu Wort: Tristane Banon will nun wegen versuchter Vergewaltigung Anzeige gegen Strauss-Kahn erstatten. Der ehemalige IWF-Chef soll sie 2002 auf dem Weg zu einem Interview sexuell bedrängt haben. Da es sich um einen Freund der Familie handelt – die Mutter der Französin ist Kommunalpolitikerin in Strauss-Kahns sozialistischer Partei – hatte die damals 22-Jährige zunächst auf eine Anzeige verzichtet.

Diese Entscheidung bereut sie inzwischen. Nach französischer Rechtsprechung verjähren Sexualdelikte bereits nach drei Jahren, versuchte Vergewaltigung jedoch erst nach zehn Jahren. Nun droht Strauss-Kahn ein Verfahren in Frankreich.

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