U17-WM in Mexiko: Junge Türken verhelfen Deutschland zum Sieg

Bereits der Auftakt gegen Ecuador war ein Augenschmauß. Die U-17-Nationalmannschaft fuhr einen 6:1-Sieg ein. Geschafft haben sie das als bunt gemixtes Team. Denn zu den wichtigsten Leistungsträgern gehören elf Spieler mit ausländischen Wurzeln, davon sieben Deutsch-Türken.

Für die Zuschauer war das Eröffnungsspiel im Estadio Corregidora in Queretaro am 20. Juni ein wahres Schützenfest. Samed Yesil und seine deutsch-türkischen Spielerkollegen versenkten gleich vier Mal den Ball im Tor. Levent Aycicek war in der 61. Minute am Zug, Okan Aydin in der 90.  Torjäger Samed Yesil traf gleich doppelt in der 31. und 69. Spielminute. Schon jetzt wird Yesil von seinen Mannschaftskameraden nur noch “Gerd”, in Erinnerung an die Stürmer-Legende Gerd Müller, gerufen.

Deutsche U17 brilliert bei WM in Mexiko

Noch bis zum 10. Juli zeigen die jungen Fußballer in Mexiko ihr Können. Die Truppe von Trainer Steffen Freund ist ein bunter Mix der Kulturen – und zudem überaus erfolgreich. “Drei Spiele, drei Siege, 11:1 Tore – Deutschland hat sich in der Gruppe E bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft Mexiko 2011 zweifelsohne zu einem der Titelfavoriten aufgeschwungen.” Der DFB-Nachwuchs sei in allen drei Spielen überlegen gewesen und habe neben Traumtoren auch teilweise großartigen Kombinationsfussball bieten können. Im Laufe des Turniers sind sie schon jetzt zum “Maß aller Dinge” aufgestiegen.

Neben Yesil, Aycicek und Aydin gehören unter anderem Rani Khedira, Emre Can, Robin Yalcin, Kaan Ayhan sowie Koray Kacinoglu mit zum Nachwuchskader.

In der Gruppe E führen sie aktuell mit neun Punkten vor Ecuador mit sechs, Panama mit drei und schließlich Burkina Faso, das erstmals als Afrikameister angetretene Team ereichte null Punkte. Ein 6:1 gegen Ecuador, 3:0 gegen Burkina Faso und zuletzt ein 2:0 gegen Panama: Die Bilanz der Deutschen nach Abschluss der Gruppe E kann sich sehen lassen. 19 Spieler des 21-Mann-Kaders wurden bisher eingesetzt. Einzig die beiden Ersatztorhüter kamen nicht zum Einsatz. Trainer Steffen Freund gibt sich dennoch bescheiden. Von einer Favoritenrolle wolle er jedenfalls nichts wissen. Zwar gehöre sein Team zum erweiterten Kreis, doch das Augenmerk liege weiterhin auf Brasilien und Mexiko.

Am kommenden Donnerstag muss die deutsche Elf erneut ran. Dann treffen sie im Achtelfilnale in Querétaro auf die USA.

Hier ein Rückblick in das Spiel gegen Ecuador:

Kommentare

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  1. delice sagt:

    Ich bin mir nicht klar, warum man unbedingt für Deutschland spielen muss. Wenn man doch immer noch pauschal und geringschätzig – insbesondere wenn man ein Muslim ist und noch viel schlimmer dann zusätzlich auch noch einen Hintergrund aus der Türkei hat – in Deutschland so ungeliebt wird. 

    Wie kann man bloß unter den bisher negativ erlebten dann immer noch sich und seiner Herkunft diesen große Demütigung antun? Ich könnte mir durchaus auch vorstellen, diesen Menschen ein Einreiseverbot auszusprechen und zwar für mindestens 10 Jahre. Und bei Spielen für Deutschland gegen die Türkei diese dann auf jeweils 5 Jahre pro Spieleinsatz zu erhöhen. Fallen dann gar auch noch Tore von diesem dabei gegen die Türkei ist ein lebenslanges Einreiseverbot fällig! 

    • pandorix sagt:

      Zunächstmal sind diese jungen Männer in Deutschland aufgewachsen und auch geprägt. In Ihrer Heimat hätten sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht die Bedingungen für eine vergleichbare Entwicklung bekommen. Als Deutscher habe ich teilweise fast freundschaftlichen Kontakt zu einigen Deutschtürken. Zum Teil sind diese sogar nicht muslimisch. Und genau da geht schon mal die Anmaßung von genau der anderen Seite los.

      Ebenso erlebe ich ab und an Überheblichkeiten und Beleidigungen durch Nichtdeutsche, ohne dies gleich zu verallgemeinern. Dieser unfaire Machoshit beginnt meist schon auf Kinderspielplätzen.Irgendwelche Forderungen wie Einreiseverbot und Sperre zeigen ganz deutlich wo Intoleranz, relegiöser Eifer und beschränkter Nationalismus tatsächlich zu Hause sind.

      Sportlich wird die meist größere motorische und technische Veranlagung der südlichen Hemisphäre mit dem fairen Teamwork der zweitbesten Fußballnation der Welt kombiniert. Das bleibt sehr interessant, mehr nicht.

      • Nihal sagt:

        schon wieder hat ein Türke etwas geschafft was ein Deutscher nicht so schnell schafft (grübel grübel) naja das ist ja SPORT da sind die Türken integriert (lach)