Israel droht Journalisten auf Gaza Flotilla mit Einreiseverbot

Jedem ausländischen Journalisten, der an Bord der Gaza Flotilla angetroffen wird, könnte eine Abschiebung und ein zehnjähriges Einreiseverbot nach Israel drohen, so eine Mitteilung der israelischen Regierung. Das ohnehin schon angeschlagene Verhältnis Israels zur internationalen Presse wird dadurch erneut belastet.

Die türkische "Mavi Marmara" nahm letztes Jahr an der Gaza Flotilla teil. Neun Aktivisten starben. Dieses Jahr sind keine Journalisten auf Schiffen der Flotilla erlaubt - aus Angst vor schlechter Publicity. (Foto: ddp images/AP)

Die türkische "Mavi Marmara" nahm letztes Jahr an der Gaza Flotilla teil. Neun Aktivisten starben. Dieses Jahr will Israel keine Journalisten auf Schiffen der Flotilla erlauben - aus Angst vor schlechter Publicity. (Foto: ddp images/AP)

Verschiedene Journalisten forderten, es müsse ihnen erlaubt sein, ausreichende Informationen für Nachrichtenmeldungen einzuholen. Aber nach Ansicht Israels würde sich die Presse damit an einem illegalen Durchburch der israelischen Seeblockade beteiligen. Diese habe Israel in feindlichem Gebiet, das sich in der Gewalt einer terroristischen Gruppe befinde, errichtet.

Die Ankündigung an die Journalisten zeigt die Angst Israels vor der internationalen Flotilla. Die letztjährige Flotilla-Mission hatte mit dem Tod von neun türkischen Aktivisten geendet, nachdem diese auf israelische Seekommandos getroffen waren. Damals hatten beide Seiten der jeweils anderen die Schuld für die Gewalt zugeschoben. Israel will einen solchen Vorfall unter keinen Umständen wiederholen, hatte dieser doch international zu scharfen Verurteilungen – und der Forderung, Israel solle die Blockade auf dem Gazastreifen aufgeben – geführt.

Viele Israelis sind der Auffassung, die Berichte der Medien über das Blutvergießen hätten entscheidend zu den Imageproblemen ihres Landes beigetragen. In einem Brief des vorsitzenden Pressesprechers der Regierung, Oren Helman, an ausländische Journalisten nennt dieser die Flotilla “eine gefährliche Provokation, die von westlichen und islamischen Extremisten organisiert wird um die Hamas zu unterstützen.” Eine Teilnahme der Journalisten an der Flotilla wäre demnach eine “absichtliche Verletzung der israelischen Gesetze und zieht das Einreiseverbot der Teilnehmer in den Staat Israel für die Dauer von zehn Jahren, sowie die Beschlagnahme des Equipments und weitere Sanktionen nach sich.”

Die Türkei wird an der diesjährigen Gaza Flotilla ohnehin nicht teilnehmen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Kommentare

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  1. Nazha sagt:

    Wundert das jemanden jetzt wirklich?

    Wenn sie schon deutschen Politikern die Einreise verbieten wer ist dann die Presse?
    Die können froh sein wenn sie das Überleben!

    Die rassistische Einstellung dieses Staates gegenüber allem, was nicht-jüdisch ist, ist bekannt:

    Der Grund dafür, dass dieser Staat nicht friedensfähig ist, besteht darin, dass seine leitende Ideologie die des Zionismus ist.

    Ein solcher Staat, der aggressiv nach innen ist, ist zwangsläufig auch aggressiv nach außen.

    Die Psychopaten in Israel sind heillos krank, dass ist es was die Menschheit wissen muss!

    Und solchen Kriegstreibern schenkt man atomar bestückbare U-Boote, vielen Dank Frau Ferkel!!!
    Man hat solche Leute bis an die Zähne aufgerüstet und wird es bereuen!!

    Und wieder gewinnt Usrael und die Verlierer sind die Palistinänser wie gehabt!!

  2. Ad Absurdum sagt:

    Damit ist Israel mit Syrien, Libyen usw. auf gleicher Augenhöhe. Meinen vollsten Respekt!

  3. Osmanikus sagt:

    Israel war doch niemals auf gleicher Höhe was den Respekt gegenüber anderen Menschen betrifft. Wenn die Nase so hoch ist, das man den Horizont nicht sieht dann kanns passieren, das man in eine Grube hinein fällt.

    Daher immer Respekt egal welcher Religion, Nation and Culture…

    mfg
    Osmanikus

  4. Edi sagt:

    Also, wenn ein anderes Land Reportern etwas verweigert, sind es Terroristen. Israel aber nicht oder was? Gegossenes Blei waren Reporter verboten. Kein Land hat sich erhebt. In Syrien sind Reporter verboten, sind dann Terroristen. Komisch oder?

    Nächste frage an mich. Ich habe mich immer gefragt, warum Juden 5000 Jahre lang vertrieben, ermordet und gejagt wurden. Ich dachte immer, das der Rest der Menschheit Terroristen war 5000 Jahre lang ;)

    Aber hetzt kann ich es irgendwie verstehen.

    LG

  5. jakov sagt:

    leider, unnötige provokation und manipulation

  6. simantov sagt:

    es ist völlig unverständlich warum sich die türkei an angriffen auf die existenz des staates israel beteiligt. gaza ist feindliches territorium in der hand einer terrororganisation. stattdessen sollte sie besser ihre menschenverachtende politik auf zypern, sowie ihr verhältnis zu armenien revidieren. jeder der sich an solchen kriegerischen aktionen gegen israel beteiligt muss wissen das israel keine rücksicht auf die nationalität der agressoren nehmen wird. die türkei stellt erneut unter beweis, das sie lichtjahre von einer EU-beitrittsfähigkeit entfernt ist. sie ist auf dem bestem weg sich zu iranisieren.

  7. Edi sagt:

    @simantov
    Labber kein Müll du Jude. Du bist bestimmt Jude, weil du diese blockade auch als gerecht siehst. Blockade eines Landes ist Illegal. Ich hoffe das alle die die blockade gut finden, den präsidenten israels einen blasen sollen. Unhöflich findet ihr das? Beleidigend?

    Naja irgendwann muss einer mal die wahrheit aussprechen

    LG

  8. Deutscher sagt:

    Die Terror-Flotilla nach Gaza

    Was unter “Menschenrechtsaktion” firmiert, ist ein eklatanter Verstoß gegen geltendes Seerecht. Unsere Medien stellen die Aufbringungsaktion durch die israelische Marine sicherlich wieder als “Aggression” dar. Dass aber die Flotilla, bewaffnet bis an die Zähne, eine terroristische Vereinigung ist, das wird nicht gesehen. Sehr einseitig sind die Karten verteilt, weil unsere Journaille wie üblich auf die Verschleierung im Namen von “Humanität” hineinfällt.

    Es geht nicht um “humanitäre Hilfe”, sondern um die aggressive Durchsetzung politischer Ziele.

    Hinter dem Palästinenser-Konflikt steckt ein kruder Kampf links gegen “rechts”. Für die Linken sind die Israelis an allem schuld, vor allem am Elend der unterentwickelten Völker ringsum. Nur, dass die sich in zweitausend Jahren ohne die Ansiedlung von Juden ebenfalls nicht aus ihrem selbst gemachten Elend befreien konnten. Für die Linken steht Israel für Kapitalismus wie die USA, die Palästinenser sind das Symbol für die Unterdrückten dieser Welt. Diese haben natürlich keinerlei Anteil an ihrer Lage.

  9. Deutscher sagt:

    @ EDI

    Es gibt kein “palästinensisches” Volk …

    Das sind Araber bzw. die arabisierten Dhimmis der Juden und Christen, die auf dem ehemals britischen Mandatsgebiet “Palästina” lebten oder zugezogen sind.

    Das “Volk von Palästina” gibt´s bei den Arabern erst nach dem verlorenen 6 Tage Krieg von 1967 und ist eine Erfindung des “Friedensfürsten” Jassir Arafat und seiner Berater (u.a. der Erdnuss Dhimmi Jimmy Carter).

    Im übrigen haben die arabischen Palis schon längst ihren eigenen Staat: Transjordanien, das heutige Königreich Jordanien.

  10. Deutscher sagt:

    @ simantov

    “Als Recep Tayyip Erdogan (Erdowahn) 1999 wegen religiöser „Aufhetzung des Volkes“ für vier Monate ins Gefängnis musste, war seine politische Karriere auf einem gefährlichen Tiefpunkt. Eine flammende Rede hatte den islamistischen Bürgermeister von Istanbul hinter Gitter gebracht.

    Die Minarette sind unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme, die Moscheen unsere Kasernen und die Gläubigen unsere Armee“, hatte Erdowahn bei einer Veranstaltung der später verbotenen Wohlfahrtspartei (RP) ein Gedicht zitiert”

  11. Deutscher sagt:

    @ EDI um 00.18 h

    Artikel 7 Hamas Charta

    Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‘Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!’“

  12. Deutscher sagt:

    @ Nazha

    Ehrlich, in Deutschland wären wir froh wenn die Moslems zurück in ihre Heimlatländer gehen würden.

    Der Unfug der Gleichheit von Judentum, Christentum und Islam

    Alle drei haben irgendwie eine gemeinsame Wurzel, alle drei sind monotheistische Religionen, aber dann trennen sich die Wege. Der “Islam” gehört zu Deutschland. Leider, kann man in dem Zustand sagen. Denn strukturell sind sehr viel Unterwerfungselemente, Autoritarismus und Triebverherrlichung elementare Bestandteile dieser Religion. Die Wege der drei Monotheismen haben sich getrennt. Der Islam verweigert kategorisch die Aufklärung. Nur betriebsblinde Volksempörer wollen das nicht sehen. Oder sie begründen das mit der Ausbeutung der Amerikaner.

    Der Islam will keine Trennung von Politik und Religion, dabei ist das Einzige, was friedliche Beziehungen ermöglicht. Solange der Islam sich nicht zu dieser Trennung bekennt und dadurch Terrorismus und Gewalt als legitime Mittel anerkennt, kann man diese Religion nur zurückweisen…